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07 Alter Ortskern

Alter Ortskern (Obrigheim)
Verortung der alten Bausubstanz
Standort: ? (49.35161,9.08405)
Alutafel?, Geschichtslehrpfad Obrigheim (digitalisiert 2021)


Station 7 - Alter Ortskern

Bedingt durch die Ortsanierung sowie Neubauten und Modernisierungsmaßnahmen sind von den beiden Kirchen abgesehen nur wenige alte Gebäude bzw. Gebäudeteile (Keller, Scheunen, Türstürze) im alten Ortskern erhalten.

  • 01 Das älteste Gebäude ist das „Haus Kipple“, Rathausstr. 1, ein zweigeschossiges Fachwerktraufenhaus mit Satteldach und Hochkeller; es ist aus dem 16./17. Jh.;
  • 02 beim Nachbargebäude Rathausstr. 3 bezeichnet der Türsturz 1812.
  • 03 Beim Haus Hauptstraße 3 sind die Fundamente und das Kellergewölbe aus dem 17. u. 18. Jh..
  • 04 Der Türsturz des Hauses Hauptstr. 30 bezeichnet 1850,
  • 05 des darüber liegenden Hauses 1825.
  • 06 Das die Ortseinfahrt vom Hohberg herunter ortsbildprägende hohe Gebäude, Hauptstr. 42, das „Becherts-Haus“, wurde 1836 gebaut und von dem früheren „Anker“-Wirt Adolf Bechert 1895 erworben. Früher war der Eingang zur Gastwirtschaft und einem Kolonialwarengeschäft über eine Treppe an der Straßenseite; darüber befand sich ein Tanzsaal. Auf dem Platz, wo heute Garagen stehen, war früher eine Pferdeumspannstation und ein Unterstellplatz für die Postkutsche. Im Obergeschoss war von 1891-1897 die erste Kleinkinderschule der evangelischen Kirchengemeinde.
  • 07 Die ehem. Getreidemühle, Mühlgasse 6, ist schon im 11. Jh. urkundlich erwähnt; spätestens ab Ende des 14. Jh. gehörte sie den rheinischen Pfalzgrafen, die sie als Erbbestandsgut vergaben. Die Mühle war Bannmühle für Obrigheim und Mörtelstein, d.h. dass die Landwirte dort das Getreide mahlen mussten. 1970 stellte die Mühle die Produktion ein; die Einrichtung ist noch vorhanden. Das Baujahr des derzeitigen Gebäudes ist nicht bekannt. Der an der Scheune angebrachte Schlussstein bezeichnet 1567; hierbei handelt sich aber um eine „Spolie“, die aus einem Abbruch wieder verwendet wurde.
  • 08 Das Wohnhaus Mühlgasse 2 mit noch vorhandenem Kellerrundbogen wird auf das 18. Jh. datiert.
  • 09 Die Scheune zum Gebäude Bachstr. 6 und
  • 10 der Schuppen des Hauses Bachstr. 7 sind aus dem Ende des 18. Jh.
  • 11 Beim Gebäude Bachstr.9 ist der Kellerrundbogen aus dem 17./18. Jh.
  • 12 Der Keller mit Rundbogen des Wohnhauses Heitersgasse 13 wird auf das 18. Jh. datiert.
  • 13 Das Fachwerk im Obergeschoss des Hauses Heitersgasse 25 stammt aus dem Jahre 1802.
  • 14 Die Sandsteinmauern der Scheune des Anwesens Kirchgasse 8 sind Reste der früheren Ölmühle am Heiligenbach, die auf das frühe 19. Jh. datiert wird; sie wurde mindestens bis zum Beginn des 1. Weltkriegs betrieben.
  • 15 16 Die beiden Fachwerkgiebelhäuser Hochhäuser Straße 10 und 12 sind aus der Zeit um 1800 (Türsturz Nr.10 1800).
  • 17 Das hohe Gebäude mit überhängendem Fachwerk Hochhäuser Str. 15 hat das Baujahr 1825; die Scheuer ist evtl. älter.
  • 18 Der Torbogen des Hauses Hochhäuser Str.38 bezeichnet 1834.

(alle Zeitangaben nach Einschätzung des Landesdenkmalamtes bzw. Auskünften der Eigentümer)

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info-tafel/obrigheim/07-ortskern.txt · Zuletzt geändert: 2021/07/09 15:52 (Externe Bearbeitung)